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Welche Hausmittel vertreiben Kopfschmerzen?

Erstellt am: 01.01.2013

Es pocht in der Stirn oder zieht an den Schläfen. Dann wieder, breitet sich ein dumpfer Schmerz im ganzen Schädel aus. Kopfschmerzen hat nahezu jeder Mensch schon einmal gehabt – von Migräne bis Spannungskopfschmerz. Der Brummschädel nervt, behindert bei der Arbeit oder lässt einen nicht schlafen. Deshalb soll das Kopfweh auch ganz schnell wieder verschwinden. Viele versuchen es zunächst mit Hausmittelchen, bevor sie in die Apotheke gehen oder einen Arzt aufsuchen. Doch bringen die überhaupt etwas? Wir nehmen sie unter die Lupe.

Fleißig Wasser trinken – hilft das?

Wer zu wenig trinkt, kann Kopfschmerzen provozieren. Kommt es zu einem Flüssigkeitsmangel, wird das Blut dickflüssiger und transportiert den Sauerstoff langsamer in die Gewebe. Darunter leidet auch das Gehirn, und reagiert mit Kopfweh. „Man sollte deshalb – besser schon vorbeugend – genügend über den Tag verteilt trinken“, rät Dr. Stefanie Förderreuther, Neurologin in der Neurologischen Klinik der Ludwig-Maximilians Universität München. Am besten 1,5 bis zwei Liter täglich – es sei denn, der Arzt hat etwas anderes verordnet und man muss seinen Flüssigkeitskonsum aufgrund von Krankheiten einschränken. Sind die Kopfschmerzen erstmal da, wirkt ein Glas Wasser laut der Expertin keine Wunder. Joseph Blau, Wissenschaftler am National Hospital for Neurology in London, schreibt, dass Flüssigkeit vielleicht doch etwas bringen könnte. Vorausgesetzt, der „dicke Kopf“ beruht auf einem Flüssigkeitsmangel. Blau gab seinen Probanden durchschnittlich einen halben Liter Wasser zu trinken, wenn sie über Kopfschmerzen klagten. Ergebnis: Bei 22 der 34 Teilnehmer verschwand der Schmerz nach 30 Minuten.

Ein starker Kaffee verbannt das Kopfweh, oder?

Tatsächlich kann eine Tasse voll starkem Kaffee, eventuell noch mit einem Spritzer Zitrone, gegen Migräne helfen. „Das Koffein zieht die Gefäße zusammen, die während einem Migräneanfall weit gestellt sind“, erklärt Förderreuther. Allerdings sei der Effekt im Vergleich zu Medikamenten schwach. Ob ein doppelter Espresso auch bei anderen Kopfschmerzarten anschlägt, muss dagegen wohl jeder selbst austesten. Übrigens: Wer das aromatische Getränk regelmäßig schlürft und plötzlich damit aufhört, kann auch Kopfweh bekommen. Und zwar durch eine Art Kaffee-Entzug!

Pfefferminzöl auf die Schläfen kann helfen
Minzöl ist ein bewährtes und wissenschaftlich gut untersuchtes Hausmittel bei Spannungskopfschmerzen“, sagt die Münchner Neurologin. Das im Öl enthaltene Menthol erregt vermutlich Kälterezeptoren auf der Haut und erzeugt dadurch ein Kältegefühl an der eingeriebenen Stelle. Pfefferminzöl jedoch nicht unverdünnt an den Schläfen einmassieren, das reizt die Haut. Verträglicher scheinen verdünnte Lösungen zu sein. Lassen Sie sich dazu am besten in der Apotheke beraten. Menschen, die an Migräne leiden, sollten in der Attacke von Minzöl besser die Finger lassen. „Der aromatische Geruch des Öls kann sich nachteilig auswirken, da Migräne-Patienten in der Attacke meist sehr geruchsempfindlich sind“, merkt Förderreuther an.

Sauerstoff tanken, Kopfweh verbannen?
Wer einen dicken Schädel bekommt, meint oft, die „dicke Luft“ im Zimmer sei schuld. Da öffnen Kopfschmerz-Geplagte ganz automatisch das Fenster und atmen kurz durch. „Frische Luft bringt oft viel, wenn jemand Spannungskopfschmerzen hat“, bestätigt die Expertin. Das liegt wohl weniger am Sauerstoff, sondern vielmehr daran, dass Betroffene für kurze Zeit abschalten und Stress abbauen. Förderreuther empfiehlt, die Frischluft-Pause mit einem Spaziergang zu kombinieren. Menschen, die eine Migräne plagt, suchen dagegen Ruhe und verdunkeln die Räume gerne.

Lindert eine Schläfenmassage die Beschwerden?
Pocht oder hämmert es im Kopf, fassen sich Brummschädel-Patienten oft an die schmerzende Stelle. Sie üben etwas Druck aus oder massieren die Region mit kreisenden Bewegungen, damit der Schmerz nachlässt. Während eines Migräneanfalls können die Adern an der Schläfe derart pulsieren, dass sie sich durchaus ertasten lassen. Doch der Fingerdruck bringt – wenn überhaupt – nur kurzfristig etwas. Lösen Verspannungen Kopfweh aus, kann eine Nacken- oder Schläfenmassage dagegen unterstützend helfen.

Hinweis: Verschwinden die Kopfschmerzen nicht von selbst oder treten sie häufiger oder verstärkt auf, sollten Sie dies unbedingt beim Arzt abklären lassen. Bei plötzlichen starken Kopfschmerzen müssen Sie sofort in eine Klinik-Notaufnahme. Es könnte eine gefährliche Ursache dahinterstecken, zum Beispiel eine Gehirnblutung.



Quelle: apothekenumschau.de

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