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Was Sie über Allergie-Medikamente wissen sollten

Erstellt am: 03.03.2012

Heuschnupfen-Geplagte wissen nur zu gut, dass jetzt wieder die Pollensaison startet. Die wichtigsten Fakten über die Arzneimittel, die dagegen helfen. Die Nase trieft, die Augen jucken und ständig quälen Niesattacken. Allergiker haben es wahrlich nicht leicht. Besonders im Frühling, wenn sich eigentlich jeder Mensch auf das erste Grün in der Natur freut. Doch zu dieser Zeit treiben zahlreiche Pflanzen, darunter Haseln und Birken, ihre Pollen aus. Menschen, die darauf allergisch reagieren, leiden dann nicht selten unter Heuschnupfen. Um die lästigen Symptome abzumildern, gibt es spezielle Medikamente aus der Apotheke, zum Beispiel die sogenannten Antihistaminika. Es gibt sie als Tablette, Tropfen, Spray oder Saft. Der Name leitet sich von der Wirkweise dieser Mittel ab. Sie blockieren im Körper die Andockstellen des Botenstoffes Histamin, der eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen spielt. Histamin bewirkt unter anderem, dass die Nasenschleimhaut anschwillt und vermehrt Sekret absondert. Zudem ist die Substanz für den lästigen Juckreiz mitverantwortlich.

Zu den Antihistaminika zählen zum Beispiel die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin. Als Tablette eingenommen, wirken diese Mittel - je nach Arzneistoff - nach etwa einer Stunde. Dafür hält der Effekt bis zu 24 Stunden an. Eine Tablette am Tag reicht daher meist aus. Nehmen Sie das Mittel - sofern nicht anders verordnet - bevorzugt abends vor dem Schlafengehen ein. Erstens wirkt die Tablette genau dann, wenn die meisten Pollen fliegen, also in den frühen Morgenstunden. Zweitens können die Antihistaminika - in seltenen Fällen - müde machen. Das hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, um welches Präparat es sich handelt und wie viel davon eingenommen wurde.

Neben Tabletten gibt es auch und Nasensprays, beispielsweise mit dem Arzneistoff Azelastin. Der Vorteil: Die Medizin wirkt direkt am Ort des Geschehens, also in Nase oder Auge. Nebenwirkungen wie Müdigkeit treten seltener auf. Zudem helfen die Mittel sehr schnell, oft bereits nach wenigen Minuten. Dafür hält der positive Effekt nicht so lange an wie bei einer Tablette. Augentropfen und Nasensprays eignen sich vor allem bei akuten Beschwerden. Vorbeugen lässt sich mit den Wirkstoffen Cromoglicinsäure und Nedocromil. Die Substanzen bewirken, dass weniger Histamin freigesetzt wird und schwächen dadurch die Heuschnupfen-Symptomatik ab. Allerdings benötigen sie eine gewisse Anlaufzeit. Das heißt, die Mittel wirken nicht sofort, sondern erst nach etwa zwei bis drei Wochen. Beginnen Sie deshalb rechtzeitig mit der Anwendung, wenn Sie die Pollen kennen, auf die Sie allergisch sind. Bei starken Beschwerden kommt vorbeugend auch Beclomethason infrage, ein Kortison, das es in niedriger Dosierung freiverkäuflich gibt.

Zur Auswahl und Dosierung der Medikamente sollten Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker individuell beraten lassen. Denn nicht alle Wirkstoffe sind für alle Altergruppen geeignet. Außerdem müssen mögliche Neben- und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Bevor Sie allergische Beschwerden jedoch selbst behandeln, sollten unbedingt die folgenden Fragen geklärt sein: Handelt es sich tatsächlich um eine Allergie?  Und falls ja, wogegen? Reicht es aus, nur die Symptome zu behandeln oder bietet sich eine Hyposensibilisierung an? Dies sollte unbedingt der Arzt klären. Wenn sich Symptome verstärken oder zusätzlich zum Beispiel Atembeschwerden auftreten, sollten Sie sich ebenfalls auf jeden Fall an Ihren Arzt wenden.



Quelle: apothekenumschau.de

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