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Was ist eigentlich eine Kreuzallergie?

Erstellt am: 03.03.2012

Bestimmte Lebensmittel lösen bei Pollenallergikern Symptome wie Jucken und Brennen aus. Dabei handelt es sich oft um eine Kreuzallergie. Die roten Augen und die laufende Nase des Büro-Gegenübers sind nicht immer ein untrügliches Anzeichen für Liebeskummer oder vorabendlichen Bierdurst. Vielleicht sitzt vor Ihnen einfach nur ein Mensch, dessen Immunsystem dem Trugschluss aufsitzt, Pollen stellten eine ernste Gefahr für den Homo Sapiens dar, und darauf mit einer gepfefferten Schutzreaktion antwortet. Mit anderen Worten - ein Allergiker. Besonders gemein: Menschen, die sich sowieso schon von Pollen ärgern lassen, zeigen oft auch noch allergische Symptome auf bestimmte Lebensmittel. Das nennen Mediziner eine Kreuzallergie oder "Orales Allergie-Syndrom". Dabei gibt es typische Pärchen. Zum Beispiel vertragen Birkenallergiker oft keine Äpfel. Menschen, denen Latex Juckreiz und rote Pusteln beschert, kann das gleiche auch beim Verzehr von Bananen oder Kiwis passieren. Und woher kommt das? Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf - an sich ungefährliche - Substanzen in unserer Umwelt, die unser Körper aber als bedrohlich wahrnimmt. So kann es passieren, dass die übereifrige Körperpolizei eines Beifuß-Allergikers bestimmte Inhaltstoffe der Tomate mit Beifußpollen verwechselt. Das Ergebnis ist dasselbe - Kribbeln, Jucken, Tränen.

Ein Hinweis für Liebhaber der exquisiten Küche: Hausstauballergiker vertragen oft keine Schalen- und Krustentiere. Mit Kreuzallergien verhält es sich übrigens wie mit den "echten". Sie können plötzlich auftreten, sie können aber auch auf unerklärliche Art und Weise wieder verschwinden. Sie können eine Saison aussetzen, sich nur zu einer bestimmten Jahreszeit zeigen oder erst im Alter auftauchen. Ob man unter einer Kreuzallergie leidet, findet man im Laufe des Lebens meistens im Selbstversuch heraus. Ist eine derartige Reaktion bekannt, sollte der Betroffene die Auslöser am besten meiden. Ist das nicht möglich, dann helfen die gleichen Medikamente wie bei einer normalen Allergie. Lässt sich ein Allergiker desensibilisieren, verschwinden in der Regel auch die entsprechenden Kreuzallergien. Wer auf bestimmt Lebensmittel trotz einer bestehenden Kreuzallergie nicht verzichten mag, kann versuchen, die reizende Speise zu kochen. Viele Allergene, also Allergieauslöser, sind hitzelabil. Durch die warme Zubereitung werden sie zerstört und der Gräserpollen-Allergiker kann endlich wieder seine geliebten Hülsenfrüchte verzehren.



Quelle: apothekenumschau.de

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